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28. Mai 2024
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Virenschutz: Sicher im Internet surfen

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Wie sieht es mit deinem Computer aus? Bist du sicher vor Virenbefall und Phishing-Versuchen? Wenn du im Internet surfst, musst du dich schützen, denn auch hier treibt das organisierte Verbrechen sein Unwesen.

Täglich gelingt es Cyberkriminellen, Passwörter zu erbeuten, Daten zu stehlen, Computer zu übernehmen und Lösegeld zu erpressen. Diese Bedrohung betrifft sowohl Windows- als auch Apple-Computer. Aber wo genau lauern diese Gefahren und wie kannst du dich als Benutzer schützen?

Gefahren im Netz – wie kannst du dich schützen?

Internetkriminelle versuchen, aus der Unkenntnis der Nutzer Profit zu schlagen. Dazu setzen sie Malware, minderwertige Software, Computerviren, Würmer, Trojaner, Fake-Webseiten und Ransomware ein. Das Abfangen von Benutzernamen und Passwörtern gehört ebenfalls zu den Methoden der Internetbetrüger. Du musst wachsam sein und deine Geräte effektiv vor Angriffen schützen. Hier sind einige grundlegende Regeln:

Halte dein Betriebssystem, deinen Browser, deine E-Mail-Programme und Office-Anwendungen stets auf dem neuesten Stand. Installiere Virenschutzprogramme und halte sie kontinuierlich aktuell. Sichere deine Daten regelmäßig durch Backups. Öffne keine unbekannten E-Mails und lade niemals Dateianhänge herunter oder klicke auf Links, es sei denn, du hast den Absender zuvor überprüft. Nutze starke Passwörter, die schwer zu knacken sind. Richte Benutzerkonten mit eingeschränkten Administratorrechten ein, wenn du im Internet surfst oder E-Mails schreibst.

Was sind Computerviren?

Viren können erheblichen Schaden anrichten. Einmal freigesetzt, verhalten sie sich ähnlich wie echte Viren: Sie vermehren sich und verbreiten sich auf der Festplatte. Im schlimmsten Fall können dadurch gespeicherte Daten verloren gehen.

Computerviren fungieren als Türöffner. Sie agieren unbemerkt im Hintergrund und ermöglichen es Schadsoftware aus dem Internet in deinen Computer einzuschleusen. Diese Schadsoftware kann Passwörter und Daten stehlen und weiterleiten. Die Code-Schnipsel dieser Viren gelangen auf verschiedene Arten auf deinen Computer, zum Beispiel als E-Mail-Anhänge oder versteckt in Dateien. Dies könnten Programme sein, die im Internet gratis zum Download angeboten werden, oder Dateien von zweifelhaften Quellen wie Musik- und Filmdateien. Auch Office-Dokumente wie Word und Excel können Makroviren enthalten und so zur Bedrohung werden. Die Möglichkeiten, sich diese Schädlinge einzufangen, sind vielfältig. Viren sind jedoch nicht die einzige Bedrohung. Auch Würmer und Trojaner funktionieren ähnlich.

Was sind Trojaner und Würmer?

Würmer und Trojaner agieren ähnlich wie Viren, wobei Viren eine Wirtsdatei benötigen und erst aktiv werden, wenn der Computerbesitzer eine Aktion ausführt. Im Gegensatz dazu benötigen Computerwürmer keinen Wirt. Einmal aktiviert, arbeiten Würmer eigenständig. Sie suchen nach Schwachstellen und versuchen über das Internet in andere Computer einzudringen. Trojaner hingegen verstecken sich. Sie täuschen nützliche Funktionen vor, während im Inneren die schädliche Software lauert.

Einer der gefährlichsten Trojaner ist Emotet. Als Banking-Trojaner ist er seit 2014 bekannt und agiert immer noch. Zu seinen Opfern zählen Behörden, Unternehmen und Privatpersonen. Obwohl er hauptsächlich Zugangsdaten für das Online-Banking abgreift, kann er noch weitaus mehr. Trotz seiner Bekanntheit mutiert er ständig, um Sicherheitssoftware zu umgehen. Emotet verschickt täuschend echte E-Mails mit falschem Inhalt und Anhängen, die Makroviren enthalten. Oder die Mails enthalten Links, die bei Klick zur Gefahr führen.

Was ist Phishing?

Phishing bedeutet, Passwörter zu angeln. Täglich landen in den E-Mail-Postfächern der Nutzer Nachrichten, die bei Klick auf gefälschte Webseiten führen. Diese könnten die Webseiten von Banken, Sparkassen, PayPal oder Einkaufsportalen wie Amazon oder eBay imitieren.

Die falschen E-Mails und Webseiten sehen mittlerweile äußerst authentisch aus, und viele Nutzer fallen darauf herein. Wer auf solchen Seiten seine Anmeldedaten eingibt, hat ein Problem. Die Tür zu Bank- oder Einkaufskonten öffnet sich und die Daten werden gestohlen. Aus diesem Grund haben viele Unternehmen mehrstufige Sicherheitsverfahren eingeführt. Oft benötigst du für den Zugang eine spezielle App auf deinem Handy.

Das Hauptziel des Emotet-Angriffs war das Phishing von Zugangsdaten. Im letzten Dezember verursachte dieser Angriff erheblichen wirtschaftlichen Schaden. Neben dem Abgreifen von Passwörtern spionierte Emotet Computer aus, verschlüsselte Daten und erpresste Lösegeld. Emotet war für die Betroffenen eine Katastrophe.

Was sind Ransomware und Spyware?

Der Begriff Ransomware taucht immer wieder in den Medien auf. Ransom bedeutet „Lösegeld“. Es handelt sich um Software, die auf dem infizierten Computer Daten verschlüsselt und nur gegen Zahlung eines Lösegeldes wieder entschlüsselt. Die betroffenen Dateien, Dokumente und Fotos sind nicht mehr zugänglich, und Programme funktionieren nicht mehr. Allerdings sind solche Angriffe relativ selten.

Emotet gehört ebenfalls in diese Kategorie und ist wahrscheinlich die gefährlichste Schadsoftware im Netz. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bietet auf seiner Website aktuelle Informationen zum Umgang mit Emotet und anderer Malware.

Spyware sind Spionageprogramme, die den Computer ausspionieren und die Daten an Dritte weitergeben. Oft wird Spyware für Werbezwecke genutzt. Sie analysiert das Surfverhalten und versucht, Nutzer mit gezielten Werbeanzeigen zu beeinflussen. Spyware ist weniger gefährlich als lästig, da sie in erster Linie dazu dient, dein Verhalten zu überwachen und Werbung gezielt auszuspielen.

Welche Antivirenprogramme bieten den besten Schutz?

Im Februar 2020 hat Stiftung Warentest insgesamt 28 Antivirenprogramme für Windows- und Apple-Computer überprüft. Dabei wurden Bedrohungen durch mehr als 40.000 Schadprogramme simuliert. Die Programme wurden auf ihre Fähigkeit geprüft, Viren, gefährliche Websites und Phishing-E-Mails zu erkennen. Acht der getesteten Windows-Anwendungen erhielten die Bewertung „sehr gut“, wobei drei davon kostenlos sind.

Zu den getesteten kostenpflichtigen Antivirenprogrammen gehörten unter anderem „Antivirus Pro“ von Avira und „Kaspersky Internet Security 2020“. Auch kostenlose Programme wie „Free Security Suite“, „AVG Antivirus Free“ und „Avast Free Antivirus“ wurden getestet. Die Tester kamen zu dem Schluss, dass kostenlose Angebote zwar manchmal den Computer etwas ausbremsen und Werbung enthalten können, jedoch über gute Schutzfunktionen verfügen.

Der von Microsoft vorinstallierte Windows Defender wurde laut Stiftung Warentest nicht als ausreichend erachtet. Er landete mit der Note 2,6 auf dem vorletzten Platz. In einigen Fällen erkannte er Schadprogramme nicht und der Schutz vor Phishing-E-Mails war unzureichend.

Bei Mac-Computern gestaltet es sich für Schadprogramme schwieriger, da das Betriebssystem anders funktioniert. Aus diesem Grund sieht Apple keinen Bedarf, ein eigenes Virenschutzprogramm anzubieten. Dennoch sind auch Mac-Nutzer anfällig für Phishing-Angriffe. Unter den untersuchten Virenscannern erzielte der „Avast Free Security for Mac“ ähnlich gute Ergebnisse beim Schutz vor Phishing wie die Windows-Antivirenprogramme.

Unabhängig davon, ob du Windows oder einen Mac verwendest, ist ein Antivirenprogramm ein absolutes Muss, um deinen Computer zu schützen.

Manuel Behnke
Manuel Behnke
Lieblingsthemen: Auto, Technik, Business

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