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14. April 2024
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Schufa: Alles, was Verbraucher über ihre Bonität wissen sollten

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Die Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) ist in Deutschland ein zentrales Instrument für die Bonitätsprüfung von Verbrauchern. Sie sammelt Informationen über die Zahlungsfähigkeit und das Zahlungsverhalten von Privatpersonen und stellt diese den Vertragspartnern zur Verfügung. In diesem Artikel erklären wir alles Wichtige zur Schufa.

Alles Wichtige zur Schufa: Wie funktioniert sie und was sollten Verbraucher wissen?

Die Schufa sammelt Daten von verschiedenen Partnern wie Banken, Telekommunikationsunternehmen und Versandhändlern. Zu den Informationen gehören zum Beispiel Kreditverträge, Mobilfunkverträge, aber auch unbezahlte Rechnungen oder Mahnverfahren. Anhand dieser Daten erstellt die Schufa eine Auskunft, die die Kreditwürdigkeit einer Person bewertet.

Was wird beauskunftet?

Die Schufa-Auskunft besteht aus verschiedenen Komponenten. Dazu gehören die persönlichen Daten wie Name, Geburtsdatum und Anschrift, aber auch Angaben zu laufenden und abgeschlossenen Verträgen. Ein wichtiger Bestandteil ist der Schufa-Score, der die Kreditwürdigkeit auf einer Skala von 0 bis 1000 bewertet. Je höher der Score, desto besser die Bonität.

Kostenlose Selbstauskunft

Verbraucher haben das Recht, einmal im Jahr eine kostenlose Selbstauskunft anzufordern. Es ist ratsam, regelmäßig von diesem Recht Gebrauch zu machen, um eventuelle Fehler oder veraltete Informationen zu entdecken. Falls Unstimmigkeiten auftreten, können diese korrigiert werden.

Das Online-Bestellformular für die kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DS-GVO kann auf der Webseite der Schufa oder beim telefonischen Verbraucherservice unter der Nummer +49 611 9278-0 angefordert werden.

Schufa-Score

Ein niedriger Score kann negative Auswirkungen haben. Eine schlechte Bonität kann dazu führen, dass Banken Kredite oder Kreditkarten ablehnen oder hohe Zinsen verlangen. Auch bei Verträgen im Bereich Telekommunikation oder Mietwohnungen kann die Schufa-Auskunft eine Rolle spielen. Es ist daher wichtig, die eigene Bonität im Blick zu behalten und gegebenenfalls Verbesserungsmaßnahmen zu ergreifen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Score zu verbessern. Die wichtigste Maßnahme ist es, Rechnungen immer pünktlich zu bezahlen. Unbezahlte oder verspätete Rechnungen führen zu negativen Einträgen in der Auskunft. Es lohnt sich auch, abgeschlossene Verträge zu kündigen und nicht mehr benötigte Konten zu schließen, um die Übersichtlichkeit der eigenen Daten zu verbessern.

Lese-Tipp: Welche Bankonten brauchst Du wirklich?

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Umgang mit Krediten. Zu viele gleichzeitig laufende Kredite können sich negativ auf die Bonität auswirken. Es ist daher ratsam, Kredite nur dann aufzunehmen, wenn sie wirklich benötigt werden, und diese auch rechtzeitig zurückzuzahlen.

Schufa-Auskunft positiv beeinflussen

Es gibt auch Möglichkeiten, die eigene Auskunft positiv zu beeinflussen. Das Eintragen einer positiven Zahlungshistorie bei der Schufa kann den Score verbessern. Dafür sollten Verbraucher ihre vertraglichen Zahlungsverpflichtungen immer zuverlässig erfüllen und auch kleinere Beträge pünktlich begleichen. Eine positive Zahlungshistorie zeigt, dass man vertrauenswürdig und zuverlässig ist.

Es gibt auch Möglichkeiten, die Einträge zu überprüfen und gegebenenfalls löschen zu lassen. Wenn man der Meinung ist, dass ein Eintrag ungerechtfertigt oder fehlerhaft ist, kann man einen Antrag auf Korrektur stellen. Dazu muss man der Schufa nachweisen, dass der Eintrag unzutreffend ist.

Wichtiges Instrument für Unternehmen

Es ist wichtig zu beachten, dass die Schufa nicht über alle Aspekte des persönlichen Finanzverhaltens informiert ist. Zum Beispiel fließen regelmäßige Einkünfte oder Vermögenswerte nicht in die Bewertung ein. Dennoch ist die Schufa-Auskunft ein wichtiges Instrument für Unternehmen, um sich vor Zahlungsausfällen zu schützen.

Die Schufa hat auch die sogenannte Negativliste, auf der Personen geführt werden, die als nicht kreditwürdig eingestuft sind. Dies kann beispielsweise bei Privatinsolvenz oder langfristiger Zahlungsunfähigkeit der Fall sein. Eintragungen in der Negativliste bleiben für einen bestimmten Zeitraum bestehen, in der Regel drei Jahre.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Schufa eine wichtige Rolle für die Bonitätsprüfung von Verbrauchern spielt. Es ist ratsam, die eigene Auskunft regelmäßig zu überprüfen und auf eine gute Zahlungshistorie zu achten. Durch rechtzeitige Zahlungen, die Begrenzung von Krediten und die sorgfältige Verwaltung der eigenen Finanzen kann man die eigene Bonität positiv beeinflussen.

Manuel Behnke
Manuel Behnke
Lieblingsthemen: Auto, Technik, Business

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